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Rettung der Autohersteller mit Subventionen (1 viewing)
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TOPIC: Rettung der Autohersteller mit Subventionen
#28328
AYR ()
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Rettung der Autohersteller mit Subventionen 2008/11/15 12:46  
GM, Ford und Chrysler stehen möglicherweise kurz vor der Pleite. Im Gefolge betrifft dies hierzulande auch Opel und unter Umständen auch Ford in Köln. Selbst Toyota hat in den USA angeblich Schwierigkeiten. Da braut sich also was zusammen.

Die verbreitete Ansicht, diese Hersteller (besonders GM) hätten halt kleinere energiesparende Autos bauen sollen, trifft meines Erachtens nicht so ganz zu.

Wäre dieses Argument richtig, dann müssten bei uns – wo der Treibstoff mehr als das Doppelte als in den USA kostet – nur noch kleine effiziente Autos das Straßenbild bestimmen. Jeder weiß, dass das nicht so ist.

Ich meine die Ursache liegt ganz woanders: Es gibt ein gewaltige Überkapazität. Viel zu viele Autohersteller wollen viel zu viele Autos verkaufen, die kein Mensch braucht.

Es wird also zu erheblichern Bereinigungen kommen.

Wenn jetzt unsere Regierung bei Opel (und später in den USA auch ziemlich sicher Obama) diese Fußkranken mit Steuergeldern wieder hochpäppelt, dann werden vileicht ein paar wenige Autos mehr verkauft. Die Strukturkrise wird dadurch nicht beseitigt, sondern nur verdeckt um später mit wesentlich schlimmeren Folgen erneut aufzubrechen.

Außerdem werden mit solchen Maßnahmen die bisher gesunden Autohersteller in den Abwärtsstrudel gesaugt. Letztlich wird der bestraft, der weniger Murks herstellte und deshalb jetzt besser dasteht. Der bekommt nicht nur keine Subvention, sondern muß sogar noch den finanzieren, der letztlich am Markt versagte. Und dieses Subventionsgeld ist weg – es fehlt dann da, wo es eigentlich gebraucht wird: Also alle staatlichen Aufgaben, von der Bildung bis zur Infrastruktur.

Das ist übrigens die einzige Maßnahme, wo ich Busch zustimme: Der weigert sich bisher GM mit Subventionen vor dem Konkurs zu bewahren. Doch Obama wird das sofort ändern.
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#28331
Re:Rettung der Autohersteller mit Subventionen 2008/11/15 14:49  
AYR, also im Vergleich zu den USA ist in Deutschland - und erst recht in Frankreich, Italien oder so, wo der Spritpreis durchweg höher war als bei uns - wirklich eine Flotte spritsparender Minis unterwegs.

Der - im Vergleich zu den USA - höhere Spritpreis hat also schon seine Wirkung nicht verfehlt.

Und der Bedarf für ökologischere Autos war wohl da, nicht aber der Wunsch.

Wer hat denn Basismodelle mit 50 PS gefahren? Wer sich´s nicht leisten konnte oder auf das Gewäsch der Nachbarschaft keine Rücksicht genommen hat.

Und die Millionen Motorräder und Spaßautos? Unnötig wie ein Kropf, werden aber gekauft. Jaja, ich weiß, so ungefähr jedes hundertste Motorrad wird wirklich als Verkehrsmittel statt eines Autos genutzt, der Rest aber ist lustvolle Energieverschwendung.
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#28340
Re:Rettung der Autohersteller mit Subventionen 2008/11/15 17:19  
Also wenn man mich fragen würde, ich wäre dafür, dass die Bundesregierung GM unterstützt.

Natürlich nicht ohne Gegenleistung: X Milliarden gegen Opel.
In der jetzigen Krise würde GM auf Opel wohl für einen Schnäppchenpreis verzichten.
Nach der Krise würde man dann Opel an die Börse bringen, noch ein kleines Opel Gesetzchen verabschieden und schon wieder ist der Haushalt etwas mehr im Lot.
Die Opel-Leute bräuchten auf diese Weise nicht mehr wie die Angsthasen nach Detroit schauen und sich amerikanische Verluste anhängen lassen. Auch die derzeit drohende Gefahr, dass Kernkompetenzen (Entwicklung) verlagert wird, wäre gebannt. Und Opel wäre eben wieder Opel.

Ach so, die EU hätte da vielleicht was dagegen ? Was is denn da schiefgelaufen, daß sich die da zuständig fühlen ?
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#28368
Wirre Gedanken 2008/11/17 10:16  
Tja, das ganze ist ein zweischneidiges Schwert.

Einerseits bin ich sehr uneinsichtig, ein kaputtes System, welches sich jahrelang gegen die Entwicklung spritsparender Autos gewehrt hat, künstlich am Leben durch Einsatz des Tropfs zu halten.

Die Amis waren da mit ihrer Modellpolitik noch schlimmer als die unseren. Und die waren schon nicht gut.

Nur, wenn man nichts unternimmt, dann geht viel Wirtschaftsleistung und Kaufkraft verloren. Viele Arbeitslose und wenig Geld durch Steuern, welches wieder sinnvoll reinvestiert werden kann. Besonders wir Deutschen sind ja sehr automobillastig aufgestellt. Wenns da kracht, haben wir ein Problem.

Jetzt einfach ein paar Milliarden in Opel zu pumpen, was dann weil unsere Politiker und deren Berater nicht gut genug mitdachten, von GM aufgesaugt wird, ist auch nicht das gelbe vom Ei.
Aber was tun?

Und wirkt sich der Verbrauch denn wirklich aus?
Verkaufen sich in Amilandien denn Autos mit wenig Verbrauch derzeit besser als die alten Säufer?
Oder ist der Markt komplett darnieder?
Und wie isses bei uns?

Post edited by: bmwbene, at: 2008/11/17 10:17
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#28446
Re:Wirre Gedanken 2008/11/19 10:36  
Bene, Fragen über Fragen.

Immerhin:
Wer hätte das gedacht, dass dieses Forum von so vielen Strategen aus Politik und Autoindustrie beachtet wird. Jedenfalls ist die Herauslösung von Opel aus GM mittlerweile ein echtes Thema bei der Diskussion um die Opel-Bürgschaft. Ich muß aber das Eigentum an dieser Idee für mich reklamieren!
Das Unfassbarste für mich ist nun aber, dass gerade denjenigen, welche mit dieser Vision endlich auf eigene Füße gestellt werden sollten, diese Füße schon längst eingefroren sind.
Die mehr als ein dreiviertel Jahrhundert währende Sklaverei hat anscheinend jeden Willen zur Eigeninitiative erlöschen lassen: ANGSTHASE

Mit solchen Managern ist ein Neuanfang völlig aussichtslos. Deshalb: Bei tatsächlicher Abspaltung solche Hasen sofort rausschmeißen und z. B. durch Bernhard ersetzen.
Wie soll eigentlich Loremo existieren können, wenn die sich’s mit 1,6 Millionen Fahrzeugen pro Jahr nicht zutrauen – als wenn´s keine Möglichkeiten der Kooperation gäbe. Im Bereich der Transporter geht’s mit Renault zusammen ja schon.
Darüberhinaus: Auf eigenen Füßen könnte Opel auch den Sprung über den großen Teich wagen und GM das Fürchten lehren. Leerstehende Autofabriken wird es in USA ja bald genügend geben, wo man relativ schnell loslegen könnte.
Aktionär

Beitrag geändert von: Aktionär, am: 19.11.2008 10:44
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#28467
jetzt meldet Solarworld Interesse an Opel an: 2008/11/20 06:53  
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ 0,1518,591453,00.html


Ob man Asbeck mal einen Tip gibt, wo ein paar seiner 100 Millionen, die er anscheinend überflüssig hat, anlegen kann...? 20 % bei den Asiaten und 20 % an Solarworld würden einen Haufen Knete (für Loremo-Maßstäbe) hereinspülen, mit denen Loremo deutlich zügiger aus den Puschen käme, ohne dass gleich eine stimmenmäßige Überfremdung einträte, die Loremo gänzlich vom Kurs abbringen könntze; und Solarworld könnte sich im vermehrt im Öko-Glanze sonnen und wäre im Gespräch! Sicher, ein Sponsorenvertrag ginge auch, brächte Loremo aber weitaus weniger Geld und Asbeck kann mit einem richtigen Einstieg unverhältnismäßig mehr "reinklotzen" demonstrieren!

Klar, für Loremo wäre die Ausgabe stimmrechtsloser Vorzugsaktien führungsmäßig besser; aber da müsste man dann wohl ein Dividenden-Zuckerl zusätzlich drauflegenwie Warren Buffett es sich neulich bei Goldman Sachs und bei General Electric ausbedungen hat - für GAR nichts wird auch Solarworld es wohl nicht machen. Und Warren Buffett ist halt leider wohl grad nicht greifbar...

Gruß, Yogibär

Beitrag geändert von: Yogibär, am: 20.11.2008 06:58
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